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Spielberichte

Eigentlich sollte man über den germanischen Auftritt beim ersten Punktspieleinsatz des Jahres den Mantel des Schweigens hüllen und ein unbeschriebenes Blatt für die Berichterstattung anbieten. Doch die Chronistenpflicht gebietet natürlich eine Aufarbeitung. Zunächst also die nackten Fakten: Das Kreisliga B – Team verlor sang- und klanglos beim  tabellarischen „Kellerkind“ SKV Hähnlein 0:1 und büßte nicht nur die Pole Position, sondern vor allem viel Reputation ein.

 

Mit der in Hähnlein abgelieferten „Leistung“ muss sich der Rasensportverein den Wiederaufstieg abschminken. Sicherlich kann man ein Spiel verlieren, aber die Art und Weise der Darbietung war eines Spitzenreiters – und das waren die Germanen bis zum späten die Niederlage besiegelnden Einschlag – nicht würdig. Ohne die nötige Einstellung, gegen einen fußballerisch limitierten, dafür jedoch aufopferungsvoll kämpfenden Underdog, blamierte sich das Fußballensemble von der Ostendstraße bis auf die Knochen. Der Grund für den enttäuschenden Rückschlag ist weder beim Gegner noch beim Schiedsrichter, bei den schwierigen Bodenverhältnissen und beim Aufzählen fehlender Stammkräfte zu suchen, sondern nur in den eigenen Reihen. Die erste kickende Performance auf dem Ligasektor in 2019 war von A bis Z ein Satz mit X.


In gelben Trainingsleibchen (der Schiedsrichter monierte den aus seinem Blickwinkel nicht zu unterscheidenden Farbenunterschied der Trikots, so dass die Germanen auch noch im Biene Maja – Outfit aufliefen) und ohne „Sechs“ (Ylitalo, Muth, Kollbacher, Ribello und Campos allesamt im Urlaub! sowie Rückkehrer Hadi verletzt) rutschten die Germanen bereits in der Anfangsphase aus. Und zwar auf den Hosenboden, denn einige Spieler hatten offensichtlich das falsche Schuhwerk gewählt und schlitterten über das vom Regen durchnässte Geläuf. So bekamen die mitgereisten Fans inklusive Geburtstagskind Uli Utrosa (herzlichen Glückwunsch dem Schiedsrichterassistenten zum letzten Fünfziger Wiegenfeste) rasch den Eindruck, dass die bei einigen anscheinend als Pflichtaufgabe gespeicherte Herausforderung nicht mit angezogener Handbremse bewältigt werden kann.


Zwar offerierte der RSV naturgemäß ein optisches Übergewicht, doch die Torgefahr bewegte sich rund um den Nullpunkt. Freistoß für Freistoß und Ecke für Ecke (am Ende waren es gefühlte dreißig) segelten in den SKV-Strafraum, allerdings meist ungenügend justiert, denn die bereitwilligen Hähnleiner Abwehrköpfe- bzw. Füße durften permanent ihre Klärungspotenzial abrufen. Beim Halbzeitgong war auf beiden Seiten keine einzige ernsthafte Abschlusschance zu notieren, was selbstredend schon beim Gang zur Pausenerfrischung warnende Bände sprach.


Nach dem Wiederanpfiff wurde es aus germanischer Sicht etwas besser. In der 47. Minute musste sich der Hähnleiner Keeper Marcel Fischer in Folge von einem Azevedo-Schuss das erste Mal richtig strecken, um einen Ball zu parieren. Dennoch blieb vieles Stückwerk. Das Rezept der hohen und zu oft im Nirwana landenden hohen Hereingaben fruchteten fortan nicht, während die spielerischen Lösungen versiegten.


Immerhin war nun der Wille erkennbar, das Ding mit einem knappen Sieg zu entscheiden. Zweimal zischte die Kugel auch ins Netz, doch die Anerkennung des Referees wegen einem Foul und Abseits stornierte den Jubel. Eine kleine Portion Pech gesellte sich hinzu, weil Hähnlein einmal auf der Linie rettete und Goalie Fischer plötzlich sein Abwehrreflexrepertoire auspackte.


Und so kam es, wie es fast kommen musste. Statt das erste Saison-Unentschieden zu akzeptieren, standen die Germanen kurz vor dem Kehraus vollends im sprichwörtlichen Regen. Der erste Gastgeber-Konter des zweiten Durchgangs übertölpelte die aufgerückte RSV-Absicherungsriege und lud den eingewechselten Kevin Marx höflich ein, das Tor des Tages zu erzielen und den Überraschungscoup für den natürlich frenetisch feiernden SKV zu dokumentieren.


Nach dem gebrauchten Nachmittag steht der tabellarische Platz an der Sonne also nicht mehr in der „Pungschter“ SGD Arena, sondern in der „Ewerschter“ Nußbaumallee und auch der Vorsprung auf Rang Drei beträgt nur noch drei Punkte. Viel wichtiger als das Studium der Bilanzmomentaufnahmen ist allerdings, dass die Mannschaft schnellstmöglich wieder in die Spur findet. Nächste Woche bietet sich im wichtigen Heim- respektive Spitzenspiel gegen SG Arheilgen II (4.) eine adäquate Gelegenheit, die richtige Antwort für die fragliche Leistung von Hähnlein zu versenden (Anstoß 15 Uhr in der SGD Arena).


Aufstellungen:

Fischer, Cooper, Diem, Mohrmann, Seitz, Ernst (67. Marx), Cox, Knörr (89. Motolese), Bodnar, Nickel (55. Eisert), Exner

L. Schnepper, Saric (82. Siddiqi), Bianco, Geppert, Buth, Perkovic (64. Platonow), Boudouhi, Willenbacher, Martino (72. Perchner), Azevedo, Choumbou


Tor: Marx 86.


Schiedsrichter: Kaymak aus Stockstadt


Gelbe Karten: Seitz, Knörr, Bodnar / Buth, Azevedo

 
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