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Spielberichte

Ein überragendes erstes Halbjahr in der Kreisliga B endete am Sonntagmittag mit der praktisch selbst verschuldeten und deshalb völlig überflüssigen vierten Saisonniederlage. Nach einer 2:0-Pausenführung baute die Mannschaft von Oliver Schnepper im zweiten Durchgang Gastgeber FC Alsbach II durch folgenschwere Abwehrschnitzer auf, fing sich drei Peitschenhiebe ein und stand beim Abpfiff im sprichwörtlichen Regen.

 

Vielleicht fühlte sich der Rasensportverein nach der scheinbar beruhigenden Halbzeitvorlage zu sicher vor den letzten 45 zu kickenden Minuten im Kalenderjahr 2018. Vor allem die Defensivabteilung, die etwas zu früh den Winterschlaf antrat. Aber da hatte man die Rechnung ohne den heimstarken Hausherrenwirt gemacht. Weil zudem vorne die üppig vorhandenen Chancen zur Vorentscheidung nicht genutzt wurden, kippte die Partie vollends. Zum Kehraus war das 2:3-Endergebnis für die leidenschaftlich dagegen haltenden Alsbacher nicht einmal als unverdient einzuordnen.


Am Hinkelstein trugen sich Kevin Röder (Handbruch) und Antonio Martino (Rückenprobleme) in die ohnehin lange Verletztenliste ein. Für das ausfallende Tandem rückten Michael Dinius und Goalgetter Michel Choumbou wieder in die Startfelf. Auf dem Kunstrasengeläuf entwickelte sich sofort eine intensive Auseinandersetzung. Beide Teams wirkten entschlossen und demonstrierten, dass sie mit einem Erfolgserlebnis in die langen Weihnachtsferien marschieren wollten.


Den ersten Aufreger lieferte ein Fehlpass von Paul Born. Sascha Karnetzke roch die Lunte und spritzte dazwischen, doch sein überhasteter Abschluss rauschte weit über den Kasten. Danach rissen die Germanen allerdings peu á peu das Zepter an sich und beförderten zweimal den Ball über die Linie. Aber sowohl Choumbou (angebliches Handspiel) als auch Perchner (Abseits) untersagte der Schiedsrichter den Torjubel. Beide Entscheidungen hinterließen einen fragwürdigen Touch.


Marc Perchner konterte seine aberkannte Bude mit der richtigen Antwort, indem er sechzig Sekunden später konsequent nachsetzte und die Kugel zum 0:1 einschweißte. Dank einer perfekten Stafette über mehrer Stationen konnte der Rasensportverein sein Guthaben rasch ausbauen, weil Alsbachs Robert Kubicek am Ende des überfallartigen Angriffs die Übersicht verlor und ähnlich wie Aytac Sulu 24 Stunden zuvor in der alten Försterei den Ball in das aus seiner Sicht verkehrte Netz lenkte.


Die Lehre, dass ein Zweitore-Proviant am Hinkelstein nicht gleichbedeutend mit einem Nickerchen auf dem Ruhekissen ist, mussten die Germanen nach dem Wiederanstoß auf bitterste Art und Weise ziehen. Paul Born hatte an der Grundlinie einen kurzfristigen Blackout, was im Anschlusstreffer mündete. Vom ersten Dämpfer ließ sich der Gast aus der SGD Arena aber noch nicht schocken und versuchte vehement, den alten Abstand zu reaktivieren. Zwischen der 55. und 70. Minute wurden allerdings die besten Chancen teilweise fahrlässig verschleudert, so dass bei den fünfzehn „Pungschter“ Fans unter den insgesamt rund dreißig Zuschauern die orakelnde Floskel „Wenn sich das mal nicht rächt…“ kursierte.


Und dann es kam auch so, wie es fast kommen musste. Vor dem 2:2 patzte Azevedo bei seiner missglückten Klärungsabsicht mit einem Querschläger und beim 2:3 pennte man prinzipiell im Kollektiv. Ein weiter Ball aus der FCA-Abwehr segelte über die gesamte RSV-Absicherungsriege. Der enteilte Sascha Karnetzte sagte Danke und hob das Leder gefühlvoll über den heraus eilenden Keeper Larsen Schnepper in die Maschen.


Damit war das Alsbacher Wendemanöver perfekt, zumal Goalie Viviano Generose gegen Chombous Schuss und Gepperts Kopfball noch zwei Glanzparaden zur Schau darbot. Auch mit der Brechstange fanden die Germanen auf der finalen Rille kein Rezept mehr, um Rundenniederlage Nummer Vier zu revidieren.


Da sich im Verfolgerduell SG Arheilgen und der VfR Eberstadt 2:2 trennten, hielt sich die Vorsprungsdezimierung in Grenzen. Mit einem Polster von drei Zählern hakt der Rasensportverein als Kreisliga B – Spitzenreiter ein turbulentes Fußballjahr 2018 ab, dem nach dem neuerlichen Abstieg der Vorsaison eine positive Renaissance folgte, die ungeachtet der abschließenden Ernüchterung sehr, sehr viel Freude bereitet hat. Der spannende Jagd nach den Tabellenfleischtöpfe geht erst am 10. März 2019 weiter. Also viel Zeit, um in Ruhe die blau-weiße Seele baumeln zu lassen. Wir wünschen schon mal vorab einen frohes Fest und einen guten Rutsch. Bis demnächst und Glückauf!


Aufstellungen:

Generoso, Kubicek (76. Plößer), Weimer, Di Sciascio, P. Götz (70. Gehlar), J. Götz, Mosler (55. Kresse), Zevukov, Karnetzke, Engel, Schüssler

L. Schnepper, Saric, Dinius, Geppert, Born, Kollbacher, Perchner, Azevedo (77. Siddiqi), Ylitalo, Muth (85. Bianco), Choumbou


Tore:

0:1 Perchner 22. 0:2 Eigentor Kubicek 28. 1:2 Karnetzke 50. 2:2 Schüssler 71. 3:2 Karnetzke 78.


Schiedsrichter:

Ugur Altundal aus Viernheim


Gelbe Karten

J. Götz, Engel, Schüssler, Mosler / Kollbacher, Ylitalo

 

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