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Spielberichte

Die germanischen Bäume wachsen noch lange nicht in den Himmel. Vor allem nicht an der „Ewerschter“ Nußbaumallee. Nach sieben Siegen in Serie vergeigte der Rasensportverein am Sonntag zum Abschluss der Kreisliga B – Vorrunde das Spitzenspiel beim VfR Eberstadt deutlich mit 1:5 und spürt wieder den heißen Atem der Verfolger im Nacken.

 

In einem (für B-Klassen-Verhältnisse) auf hohem Niveau stehenden Duell musste die Germania den verdienten, wenn auch zu hoch ausgefallenen Triumph des toppmotivierten Gastgebers neidlos anerkennen. Der VfR kaufte dem Herbstmeister auf seinem holprigen Geläuf während des ersten Abschnitts durch aggressives Pressing den Schneid ab und hatte Glück, dass Santo Ylitalo einen Elfer verballerte. Nach dem 0:2-Pausenrückstand kämpften sich der RSV Germanen  zurück. Dank der Anschlussbude durch einen Traumfreistoß von Marius Kollbacher roch das Team von Ollie Schnepper an der Matchwende. Doch der im direkten Gegenzug kassierte 1:3-Dämpfer plus der kurz darauf folgende Platzverweis für Toni Martino spielten dem Hausherr perfekt in die Karten.


An der Nußbaumallee fanden sich zahlreiche Anhänger beider Klubs ein. Die Begrüßungsritualien wie „Gude“ und „Hallo“ hatten beim Vertilgen von kaltem „Pungschter“ und leckeren „Schlinkmann-Würsten“ Hochkonjunktur, denn die Protagonisten der benachbarten Vereine kennen sich natürlich in- und auswendig.


RSV-Coach Schnepper konnte wieder auf seine Offensivkräfte Michel Choumbou und Marius Kollbacher zurückgreifen. Dennoch wurde die germanische Elf in der Anfangsphase von wenigen Ausnahmen abgesehen mit Defensivarbeit konfrontiert. Der VfR wirkte angepeitscht von seinen lautstarken „Süd Drei – Fans“ entschlossener und legte früh vor, weil Dario Bianco ein bitterer Abspielfauxpas unterlief, der über einen kleinen Umweg das von Marc Rubolino erzielte 1:0 begünstigte.


Nach 22 Minuten klingelte es erneut im Gehäuse von Larsen Schnepper. Benjamin Softic zimmerte einen Freistoß aus seiner Sicht optimal in den Winkel. Trotz des doppelten Negativerlebnisses ließen die Gäste nicht den Kopf hängen und fighteten um eine Resultatsverkürzung. Die größte Chance hierfür wurde jedoch verschleudert, weil Ylitalo in Folge eines Fouls im Sechzehner an Paul Born per Strafstoß lediglich den Pfosten küsste und Azevedo beim Abpraller in fast noch günstigerer Position VfR-Schlussmann Dogramaci lediglich mit einer „besseren Rückgabe“ beschäftigte.


Nach dem Seitenwechsel drängte der RSV, biss sich aber an der leidenschaftlich verteidigenden Eberstädter Abwehrriege meist die Zähne aus. Es kam nicht von ungefähr, dass für das kurzfristige Hoffnungscomeback ein Freistoß herhalten musste. Marius Kollbacher verschickte die Pille mit einer ersten Sahne - Ansichtskarte in den linken Briefkastengiebel. Nicht wenige im Rund des Sportgeländes mutmaßten jetzt, dass die Germania den Derbyligaschlager komplett dreht.


Doch bevor diese Zuversicht Nahrung erhalten sollte, schlug der VfR eiskalt zurück und stellte postwendend den alten Abstand wieder her. Als weitere 120 Sekunden später der bereits verwarnte Martino die Ampelkarte sah, sackten die germanischen Aktien, welche drei Minuten vorher noch relativ hoch im Kurs waren, vollends in den Keller. Es spricht zwar für die kickende Garde des Rasensportvereins, dass man auch in personeller Unterzahl zu keiner Zeit die Flügel hängen ließ, sich zu einem optischen Übergewicht malochte und unverdrossen die neuerliche Zuversichtsduftmarke suchte. Allerdings war im gegnerischen Hoheitsgebiet meist Schicht in Schacht und wenn doch eine Lücke aufriss, war Goalie Dogrameci stets auf dem Posten.


So kam es am Ende, wie es fast kommen musste. Ein langer Ball entblößte die vergeblich Abseits monierende Absicherungsabteilung und Zamani staubte, nachdem Larsen Schnepper zuvor noch glänzend retten konnte, zum 4:1 und damit zur endgültigen Entscheidung ab. Der ehemalige Germane Daniel Hauer produzierte durch einen vollstreckten Elfer schließlich den finalen Einnetzakt. Dass die Schiedsrichterdeutung auf den Punkt zumindest fragwürdig war, machte angesichts der bereits reglementierten Punkteverteilung den Bock auch nicht mehr fett.


Die dritte Rundenpleite hat den in den vergangenen Wochen siegverwöhnten Germanen in aller Deutlichkeit signalisiert, dass die Tabellenführung der Kreisliga B kein Selbstläufer ist. Die Konkurrenz schläft nicht und deshalb beträgt der Vorsprung „nur“ noch vier Zähler. Dennoch darf die Hinrunde natürlich als überaus erfolgreich abgeheftet werden. Nach dem erneuten Abstieg hat sich der Rasensportverein blendend in der Kreisliga B akklimatisiert und geht als Herbstmeister in die bereits am nächsten Sonntag startende zweite Halbserie, für dessen Auftakt der Spielplan eine weitere schwere Auswärtsprüfung bei Sturm Darmstadt vorsieht (Anstoß 14Uhr30 am Müllersteich).


Aufstellungen:

Dogramaci, Blum, Redkin, Schitz, Saemann, Zamani, Softic, Hauer (90. Costanzo), Roozi, Shahid, Rubolino

L. Schnepper, Saric (26. Boudouhi), Geppert, Bianco (46. Perchner), Born, Ylitalo (72. Willenbacher), Martino, Kollbacher, Azevedo, Muth, Choumbou


Tore:

1:0 Rubolino 11. 2:0 Softic 22. 2:1 Kollbacher 60. 3:1 Shahid 61. 4:1 Zamani 76. 5:1 Hauer 87. FE


Schiedsrichter:

Adriatik Kaba aus Egelsbach


Gelbe Karten:

Redkin, Saemann, Roozi, Hauer


Besonderes:

Gelb-Rot Martino (RSV) 63., Ylitalo schießt FE an den Pfosten 30.


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