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News - Fussball

Anlässlich des bevorstehenden  Kreisliga A - Heimspiels gegen unseren geographischen Nachbarn kochen automatisch Erinnerungen hoch an den Mai 2008, als der bereits feststehende Kreisoberligameister bzw. Gruppenligaaufsteiger RSV Germania 03 im vorletzten Saisoneinsatz respektive finalen Rundenheimmatch die SKG Bickenbach mit sage und schreibe 12:0 deklassierte. Es war der höchste Punktspielsieg der Vereinsgeschichte. Grund genug, noch einmal den Originalspielbericht von damals zu aktivieren…

 

Man musste eigentlich davon ausgehen, in dieser blau und weiß eingetauchten Saison 07/08 schon das Maximum an Superlativen erlebt zu haben. Doch in der abschließenden Bezirksligabegegnung am Grünen Steg setzte der Meister RSV Germania dem Wahnsinn noch die überragende Krone auf und verabschiedete sich mit einem Dutzend Böllerschüssen gegen die SKG Bickenbach von seinen treuen Fans.


Wegen des Bachgassenfestes baten die Gäste den Rasensportverein, die Partie als einzige des Spieltages auf den Samstag vorzuziehen. Diesem Wunsch kamen die Germanen selbstredend nach und marschierten entsprechend ausgeruht ins Derby, während das SKG-Ensemble anscheinend schon am Freitagabend´(oder am frühen Morgen des Sonnabends?) etwas zu lange auf seinem jährlichen Festhighlight flanierte. Ehe die übermüdeten Bickenbacher das pünktlich zum Anstoß lospolternde Hausherrenfeuerwerk richtig einordnen konnten, lagen sie nach achtzehn Minuten schon hoffnungslos 0:4 in Rückstand.


Hüs Güler eröffnete den Reigen, indem er eine zu kurz abgewehrte Kugel aus zwanzig Metern volley ins lange Eck versenkte. Danach kam die große Zeit von Ingo Hauke, der binnen neun Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte. In der Folge hatte der Ligachampion sichtliches Mitleid mit den ausgelaugten Kickern aus der Nachbarstadt und ließ nach den vier zeitigen Nadelstichen bis zum Halbzeitpfiff Gnade vor Recht walten.


Im zweiten Abschnitt schmissen die Germanen allerdings jegliche Rücksichtsmaßnahmen in den Mülleimer und starteten eine weder davor noch danach nie zuvor dargebotene Demontage für einen Kontrahenten. Wiederum Hüs Güler sorgte für die Initialzündung und schob Haukes Vorarbeit seelenruhig zur Fortsetzung des Scheibenschießens über die Linie. Bilen Yagiz und zweimal Patrick Zeidler (der Mittelfeldakteur verbuchte damit seine drei Saisontreffer allesamt gegen seinen Ex – Klub) katapultierten das Resultat auf 8:0. Nach der vierten Bude von Ingo Hauke (übernahm dadurch die Pole Position der Torschützenliste) trug sich endlich auch Dennis Böck per platziertem Freistoß in die Statistik ein.


Das elfte Knallbonbon war „Kopfballungeheuer“ Willi Hübner vorbehalten. Nach langer Verletzung wurde der defensive Abräumfighter eingewechselt, schraubte sich in Folge einer Ecke von Yagiz in die zweite Etage und nickte das Leder ein. Hüs Güler markierte schließlich den gipfelnden Schlusspunkt und rundete mit dem 120. Germanentor in dieser Spielzeit (!!) das Bickenbacher Spießrutenlaufen ab. Zur Vollständigkeit sei noch erwähnt, dass die Mannschaft von Trainer Bodo Mattern die letzten fünf Treffer in personeller Unterzahl (!) einlochte (unnötige Ampelkarte für Mohammed Hadi nach zwei kurz aufeinanderfolgenden Fouls) und Bilen Yagiz mit einem Foulelfmeter an Gästekeeper Andreas Dreher scheiterte.


Der erst einige Wochen zuvor aufgestellte Vereinsrekord (10:1 gegen Opel Rüsselsheim) wurde also noch einmal übertroffen. Das aus SKG-Sicht „dreckige Dutzend“ sorgte für den höchsten germanischen Punktspielsieg der Klubhistorie und hat ein ewigliches Kapitel im blau-weißen Almanach sicher.


Aufstellungen

Torsten Schambach, Hüseyin Güler, David Zinngrebe, Eric Huxhorn, Thomas Klauck, Patrick Zeidler (72. Pietro Manzone), Mohammed Hadi, Alper Göksal (66. Willi Hübner), Bilen Yagiz (82. Ahmad Mohebulla), Dennis Böck, Ingo Hauke

Andreas Dreher, Andreas Edel, Thomas Renz, Max Hüsch, Daniel Daum (65. Jan Nestel), Florian Moosmüller, Sven Naumann, Tim Schäfer, Florian Creamer, Lars Müller, Jakob Wittmann


Tore: 1:0 Güler 4. 2:0, 3:0, 4:0 alle Hauke 7., 11., 18. 5:0 Güler 49. 6:0 Zeidler 52. 7:0 Yagiz 55. 8:0 Zeidler 61. 9:0 Hauke 62. 10:0 Böck 70. 11:0 Hübner 73. 12:0 Güler 85.


Besonderes: Gelb-Rot Hadi (RSV) 57., TW Dreher (SKG) hält Foulelfmeter von Yagiz 81.


Schiedsrichter: Altay, Lampertheim


Zuschauer: 100


Gelbe Karten: Müller, Edel

 
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