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Spielberichte

Seit Donnerstagabend gegen 21Uhr ist es amtlich: Der RSV Germania 03 steigt zum sechsten Mal in diesem Jahrhundert und zum dritten Mal in den letzten vier Jahren ab. Das 0:3 im letzten Relegationsspiel bei der den Durchmarsch von der B-Klasse in die Kreisoberliga feiernden TSG Wixhausen besiegelte die sportliche Zukunft des Rasensportvereins, der ab der kommenden Saison 17/18 wieder in der Kreisliga A Darmstadt antritt.

 

Das sich in den vergangenen Wochen ankündigende Ungemach war im allerletzten Saisoneinsatz nicht mehr abzuwenden. Die Niederlage zum Relegationskehraus war hochverdient, weil die Germanen – allerdings auch wieder einmal stark personell gehandicapt – dem euphorisierten Gastgeber in punkto unbedingter Wille für das Erreichen des Ziels  nicht das Wasser reichen konnten. Der Abstieg wurde zwar in Wixhausen fixiert, hat seinen Ursprung allerdings in etlichen Vorgeschichten.


Für Coach Oliver Schnepper häuften sich vor dem Anstoß die Hiobsbotschaften. Neben dem gesperrten Defensivrecken Michael Bodnar fielen auch noch Stammkeeper Jonas Iser und Vito Lamaruggine aus. So gab Marco Örterer zwischen den Pfosten genauso sein germanisches Erstmannschaftsdebüt wie der A-Jugendliche Denis Dalus.


Dann machte der Verletzungsteufel dem RSV einen weiteren Strich durch die Rechnung. Antonio Verardi bereits in der Anfangsphase und kurz vor der Halbzeit Dalus mussten angeschlagen die Segel streichen. Dazwischen lag die Führung der Hausherren. Luca Carlon köpfte den Ball nach einer Flanke unbedrängt ins Netz (19.).


Die relativ zeitige Vorlage spielte der TSG selbstredend in die Karten. Zur Pause bestand angesichts des knappen Rückstands trotzdem noch Resthoffnung im germanischen Lager und im zweiten Abschnitt erspielte man sich auch ein optisches Übergewicht, aber Torgefahr sieht anders aus. Der Offensivabteilung fehlte jegliche Durchschlagskraft. Wixhausen hatte wenig Mühe, sein Hab und Gut zu verteidigen und baute lautstark unterstützt von seinen Fans gegen die sich immer mehr entblößende Abwehrriege des Rasensportvereins auf Konter.


In der 70. Minute war das Buch praktisch zu. Goalgetter Manuel Do Vale vollendete einen raschen Gegenzug aus kurzer Entfernung per Hacke zum 2:0 und der eingewechselte Younes Elasri nagelte schließlich endgültig den Deckel auf das Aufstiegsfass der Hausherren. Am Ende war eher noch ein deutlicheres Resultat möglich als eine Ergebniskosmetik. Und so nahm das Geschehen seinen Lauf. Der Schlusspfiff löste einen Platzsturm der heimischen Anhänger aus, die den TSG-Durchmarsch gebührend feierten (trotz Abstiegsfrust hier auch von germanischer Seite herzlichen Glückwunsch zur Doppelbeförderung), während die RSV-Protagonisten ermattet auf den Rasen sackten und die Abstufung in die Kreisliga A registrieren mussten.


Aufstellungen

Hamm, Klein, Preusch (69. Elasri), Basser, Berger, Baumann, Ludwigs, Gerlitz (76. Babic), Carlon, Baldes (79. Schaub), Do Vale

Örterer, Hauer, Verardi (5. Lauria, 65. Azevedo), Cetin, Louzari, W. Hübner, Inan, Bräutigam, Yavas, Dalus (38. Laston), R. Hübner


Tore

1:0 Carlon 19. 2:0 Do Vale 67. 3:0 Elasri 77.


Schiedsrichter

Köllerer, Bensheim


Bilder vom Spiel

Höhepunkte auf FuPa-TV


Die Verbindung zwischen Relegation und Germania Pfungstadt bleibt also inkompatibel. Wie schon 1993 (Gruppenliga/Verbandsliga) und 2006 (Kreisoberliga/Gruppenliga) scheiterte der RSV in der Saisonverlängerungsentscheidungsrunde. Zweifellos hätte die in der Winterpause komplett neu formierte Mannschaft den Klassenerhalt verdient gehabt (im Ligabetrieb auswärts nur das „Debütmatch“ bei Opel Rüsselsheim verloren, die letzten vier KOL-Partien ohne Niederlage und mit den jeweiligen Herausfordern immer mindestens auf Augenhöhe), aber am Ende fehlten mehrfach Nuancen respektive das nötige Quäntchen Glück für ein Happyend.


Der nicht gegebene Elfmeter im vorletzten Saisoneinsatz bei der SG Arheilgen (Endstand 1:1) und die Einbuße eines 2:0-Vorsprung während der letzten KOL-Begegnung in Traisa (Endstand 2:2) verhinderten aus eigener Kraft den Sprung auf die sichere Seite. Hinzu kommt beim anschließenden germanischen „Wartezimmeraufenthalt“ der Last Minute – Treffer des SV Hahn zum 1:0 gegen Türk Gücü, das den RSV endgültig in die Relegation schickte. Dort setzte sich das „Schlussphasendilemma“ gegen Italia Groß-Gerau bitterlich fort: Nach 3:0-Führung und personeller Überzahl das 3:3 in der sechsten Nachspielzeitminute kassiert. In Folge dieses radikalen Dämpfers, den man natürlich auf die eigene Kappe nehmen muss, war der Schwanengesang in Wixhausen eigentlich nur noch die logische Konsequenz.


Neben der Verschleuderung des 3:0-Vorsprungs gegen Italia sind wohl die drei „abgeschenkten“ Spiele im Spätherbst 2016 als Mosaikstein für den Abstieg aufzuführen . Nach dem „Abflug“ des alten Teams (mit Ausnahme von drei Spielern) musste der RSV dem VfR Groß-Gerau die Punkte kampflos überweisen und stand dann mit der aushelfenden zweiten Mannschaft (Kreisliga D), dank deren Engagement vor dem Aufbau des neuen Kaders der Fortbestand des Ligabetriebs überhaupt erst gewährleistet werden konnte (auch ein halbes Jahr später hierfür noch einmal ein fettes Dankeschön), logischerweise in Gernsheim und gegen Mörfelden sportlich auf verlorenem Posten. Ein Punkt aus diesem Matchterzett hätte ebenfalls für den direkten Klassenerhalt gereicht…


So, jetzt aber genug mit nachkarten und resümieren. „Mer muss et nemme wie et kütt“ würde man im Rheinland gelassen konstatieren. Der Abstieg ist protokolliert und deswegen schlägt  der RSV Germania 03 ab der kommenden Runde wie in der Spielzeit 15/16 sein Fußballwigwam wieder in der Kreisliga A Darmstadt auf, wo interessante und spannende Derbys vorprogrammiert sind. Vor allem natürlich gegen unsere südlichen Nachbarn von der Freien Turngemeinde, gegen die man erstmals seit der Runde 07/08 wieder um Punktspielkräfte streitet. Für manchen RSV-Fan ist die (Fahrrad)-Tour zur Dr. Horst-Schmidt-Straße näher als der Trip an die Ostendstraße…


Der Rasensportverein wird auch ein Kickstockwerk tiefer eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen schicken. Einige Neuverpflichtungen sind schon unter Dach und Fach (dazu in Bälde mehr Infos). Das Trainerteam um Oliver Schnepper bleibt genauso an Bord wie die sportliche Leitung. Das Gerüst steht also. Auch das Vorbereitungsprogramm: Trainingsbeginn ist schon am 2. Juli und bereits für den 9. Juli das erste Testspiel bei Rosenhöhe Offenbach vorgesehen. Es geht immer weiter rund um die Sportanlage am Grünen Steg, die schon lange auf den Namen SGD Arena hört. Echte Germanen kämpfen ligaunabhängig fortan mit blau-weißem Herzblut  für ihren Verein und lassen sich durch rein gar nichts ins Bockshorn jagen. In diesem Sinne: Eine erholsame Sommerpause und Glückauf…

 
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