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Spielberichte - Herren I

Das hatte etwas von Slapstick: Mit einem gerechten 4:0 über den SKV Mörfelden feierte der RSV Germania 03 nach drei sieglosen Heimpartien einen versöhnlichen Vorrundenabschluss. Die Hauptrollen an diesem Nachmittag gebührten Prince Boateng, Bilen Yagiz, einem wie die Jungfrau zum Kinde gekommenen Gästekeeper und dem etwas zu oft kartenzückenden Schiedsrichter.

 

Die Zuschauer am Grünen Steg sahen eine erste Halbzeit, die wohl noch lange in der Erinnerung haften bleibt. Auf den Rängen wurde das Publikum zwischen Verzückung und Kopfschütteln hin- und gergerissen. Ausgerechnet Prince Boateng und Bilen Yagiz – also die beiden Kicker, die Trainer Markus Ahlf im Vergleich zur vergangenen Pleite in Schneppenhausen wieder in die Startformation beorderte, entpuppten sich neben dem Referee als die Protagonisten der Eröffnungshälfte.

 

Alles begann vollkommen „normal“: In der achten Minute schlug Waldi Burbach eine Ecke auf den langen Pfosten und Boateng köpfte unbedrängt zur gewohnt frühen Führung ein. Für eine Befürchtung, dass die schnelle Vorlage so wie in den vergangenen Wochen auch diesmal nicht für eine Punkteeinfuhr reichen würde, bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt ein Anlass. Zu verunsichert und vor allem nicht untereinander eingespielt lief der Neuling aus der Doppelstadt auf (musste mehrere Leistungsträger ersetzen). Die Germanen waren klar Chef im eigenen Ring. Nachdem Boateng mit einem satten Pfund das Lattenkreuz ansteuerte (13.), schnürte er wenig später dann doch den Doppelpack, indem er eine weitgezogene Flanke von Dennis Bender aus kurzer Entfernung über die Linie schob (18.).

 

Dann folgten die unglaublichen  sechs Minuten des Bilo Yagiz. Nach einer unübersichtlichen Situation zeigte der Unparteiische erstmals auf den Punkt, aber Yagiz` zu schwachem Vollstreckungsversuch konnte SKV-"Notlösung" Lukas Dilling abwehren (Stammkeeper Kevin Petersen ist verletzt und sein Vertreter Patrick Hampe kugelte sich kurz vor dem Anstoß den Zeigefinger aus, so dass der eigentliche Feldspieler zum Torwächter improvisierte). Kaum war die Aufregung verklungen, gab es den nächsten Elfmeter für die Germanen. Yannik Zwilling agierte im Zweikampf gegen Yagiz etwas zu ungestüm und sah überzogen die rote Karte, was allerdings nichts am berechtigten Strafstoß änderte. Erneut trat Yagiz an und fand wiederum in Dilling, der früher das Handballtor hütete, seinen Meister. Sechzig Sekunden nach der zweiten Fahrkarte schien das Pech des letztjährigen Gruppenligatorschützenkönigs perfekt. Sein Schuss landete am rechten Pfosten, kullerte die Linie entlang gegen den linken Pfosten und von dort ins Feld zurück. Aber diesmal hatte Fortuna ein Einsehen und lotste den abprallenden Ball vor die Füße von Yagiz, der mit allem Frust ausgestattet endlich das Ding ins Netz zimmerte. Ein i-Tüpfelchen hatte der erste Abschnitt aber noch zu bieten: Unmittelbar vor dem Seitenwechsel hantierte der Schiri, der aufgrund des blitzschnellen Ziehens seines Kartenarsenals schon den Spitznamen „Pistolero“ untergejubelt bekam, erneut an seiner Gesäßtasche und schickte Boateng wegen angeblicher Gegenspielerbeleidigung mit dem knallroten Karton vorzeitig unter die Dusche.

 

Nach diesem Füllhorn von kurzweiligen Highlights musste einem die zweite Hälfte wie ein Kindergeburtstag vorkommen. Mörfelden drängte nach der Wiederherstellung des personellen Gleichgewichts auf eine ergebniskosmetische Korrektur, konnte aber den Kasten von Frank Baldewein, der erneut Stammschlussmann Michael Halt ersetzte, bis auf eine Anvisierung der Sandbach von Julian Süß aus guter Abschlussposition praktisch nie gefährden. Die Germanen besaßen nun den Raum zum Kontern. Einer der Gegenstöße mündete in Strafstoß Numero Drei, als Bilen Yagiz im Sechzehner in die Zange genommen wurde. Diesmal scheute sich der Stürmer allerdings verständlicherweise, ein drittes Mal die Verantwortung zu übernehmen. Ankido David übernahm den Job und verhinderte den Fehlschusshattrick – wenn auch mit einem Quäntchen Glück, denn Dilling hatte erneut seine Finger im Spiel, ehe der Ball dann aber doch ins Netz kullerte. Erwähnenswert ist natürlich noch, dass ein weiterer SKV-Spieler des Feldes verwiesen wurde (Ampelkarte für Ismael Coskun). Der dritte Platzverweis garnierte die "Gelbsucht" (neun Stück) des 23. Mannes auf dem Terrain in einem keineswegs von überdimensionaler Härte geprägten Match.

 

Durch den erlösenden Heimdreier hofft der Rasensportverein, dass das Ende des Negativlaufes endgültig erreicht ist. Das Team vom Grünen Steg schließt die Vorrunde als Tabellenvierter ab. Die beiden Plätze an der Sonne sind allerdings fortan sechs respektive acht Zähler entfernt. Deshalb kommt zur nahtlos sich anschließenden zweiten Halbserie am kommenden Sonntag dem Verfolgerkracher gegen den punkt- und torgleichen Ranglistendritten SV Geinsheim eine enorme Wertigkeit zuteil. Nur der Gewinner des Spitzenspiels darf sich prinzipiell Hoffnung machen, dem Ligatoppduo FC Fürth/TS Ober-Roden einigermaßen auf den Fersen zu bleiben (Kick-off 14Uhr30).

 

Aufstellungen

Baldewein – Hasanovic, Schaffner, Bohland (16. David), Huxhorn – Schmidt, Ali Krasniqi – Bender (66. Rifino), Burbach (75. Avni Krasniqi), Yagiz – Boateng

Dilling – Zwilling, J. Süß, Tarakci, Von Wrese (66. Elter) – Jantz, Bartolomeo (77. Chennouf), Varela, Friesicke, Coskun – Boroomand (31. O. Süß)

 

Tore

1:0, 2:0 Boateng 8., 18. 3:0 Yagiz 28. 4:0 David 65. FE

 

Zuschauer

120

 

Schiedsrichter

Luft, Hofheim

 

Gelbe Karten

Schmidt, Bender, Yagiz / J. Süß, Tarakci, Friesicke, Bartolomeo, Elter, Coskun

 

Besonderes:

Rot Zwilling (SKV) 26. & Boateng (RSV) 45., Gelb-Rot Coskun (SKV) 72.

Yagiz scheitert mit zwei Foulelfmetern an SKV-Keeper Dilling 22. & 27.

 

Der 17. Spieltag auf Ballraum:

http://www.ballraum.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=5801:gl-17-spieltag-fc-f%C3%BCrth-ist-herbstmeister-drei-platzverweise-in-pfungstadt-tsg-messel-gro%C3%9Fer-gewinner-im-abstiegskampf&Itemid=538

Spielbericht vom Groß-Gerauer Echo:

http://www.echo-online.de/sport/fussball/fussballregional/gross-gerauruesselsheim/gruppenliga/Dilling-haelt-zwei-Elfmeter;art2690,2352736

 
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