Aktuelles

Der RSV Germania 03 entschied zur Kreisliga A – Vorschlussrunde 2019 den innerstädtischen Rückkampf ebenfalls zu seinen Gunsten. Nach dem 3:0 im Hinspiel siegte die Mannschaft von Erik Appel auch bei der saisonalen Derbyzweitausgabe und feierte durch einen 3:1-Erfolg gegen die Freie Turngemeinde den ersten Heimsieg seit Anfang September.

 

Wie im Vorfeld erwartet erlebten die zahlreichen Zuschauer in der SGD Arena ein kampfbetontes Lokalduell, in dem sich die beiden Rivalen nichts schenkten und um jeden Zentimeter Boden verbissen fighteten. Selbstverständlich kam auch die durch einige „Rudelbildungen“ erzeugte Emotionalität nicht zu kurz. Trotz einigen Derby-typischen Nickligkeiten blieb allerdings alles im Rahmen und das war auch gut so. Am Ende hatte der Rasensportverein etwas glücklich, aber nicht unverdient, die Nase vorne, weil die beiden blau-weißen Sturmspitzen Michael Azevedo (zwei Tore) und Sven Muth (eine Bude plus zwei Vorlagen) den Effizienzunterschied ausmachten.

 

Vollversammlung im FTG-Sechzehner

 

RSV-Coach Erik Appel nahm vor dem mit Spannung erwarteten Kickvergleich zwischen dem „Pungschter“ Osten und Süden drei personelle Veränderungen vor: Dario Bianco, Patrick Geppert und Sven Muth rutschten in die Startelf. Die ersten zehn Minuten gehörten dem Hausherren, dessen aggressiver Anfangsdruck rasch belohnt wurde. Muth erspähte auf der rechten Außenbahn die Lücke zwischen zwei FTG-Abwehrspielern und bediente punktgenau seinen Offensivkollegen Michael Azevedo, der die Kugel praktisch nur noch über die Linie drücken musste.

 

Die FTG erholte sich jedoch schnell von dem früh kassierten Dämpfer und pirschte sich ihrerseits peu á peu dem Kasten von Erik Appel an. In der 18. Minute hatte der rot-weiße Anhang allen Grund zum Jubel, als nach einem in den RSV-Sechzehner segelnden Freistoß die germanischen Defensivakteure dem „Gästevereinsvornamen“ Tribut zollten. Adrian Garcia Martin durfte frei wie ein Turner hochspringen und zum 1:1 einköpfen.

 

Der Ausgleich lähmte in der Folge den Elan des Platzhirsch, während die FTG immer besser Fahrt aufnahm. In der Phase vor dem Seitenwechsel schnupperte die rot-weiße Auswahl mehrfach an einem eigenem Vorsprung, weshalb Appel auch früh reagierte und Petrus Baldes für einen Einsatz auf dem Kunstrasenground aktivierte. Kurz nach dieser Maßnahme zappelte der Ball im Gästenetz, aber Schiedsrichter Wellmann verweigerte der Azevedo-Einlochung wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung, was einige blau-weiße Supporter auf die sprichwörtliche Palme brachte.

 

Zur zweiten Hälfte veränderte Appel seine Formation auf zwei weiteren Positionen. Nun mischten Paul Prediger und der grippegeschwächte Santo „Pukki“ Ylitalo mit und die Germania erarbeitete sich wieder ein leichtes Oberwasserquantum. Nach einer guten Stunde Matchdauer stellte der Rasensportverein das Erfolgsrezept vom 1:0 ein zweites Mal aus: Muth legte erneut für Azevedo auf und dieser bedankte sich artig mit der Vollstreckung zum 2:1.

 

Freude hier - Frust da: Die Sekunden nach dem 2:1 durch Michael Azevedo

 

Die FTG gab selbstredend nicht kleinbei und antwortete mit wütenden Attacken Richtung RSV-Gehäuse (im direkten Rückzug verhinderten mehre blockierende blau-weiße Leiber das postwendende 2:2), doch insgesamt fehlte ihren Egalisierungsbemühungen der letzte Biss und die finale Entschlossenheit, zumal die Germanen mit aller Leidenschaft ihren knappen Proviant verteidigten. Jede Balleroberung oder Klärung aus der Gefahrenzone wurde jetzt wie ein eigenes Tor gefeiert. Zehn Minuten vor dem Kehraus sorgte ein Scorerpunkt von Appel für die endgültige Ernte der rentablen Derbyfrüchte. Nach einem weiten Abschlag des Schlussmanns flutschte die Pille einem FTG-Akteur beim missglückten Rettungsversuch durch die Hosenträger, so dass Sven Muth freie Bahn hatte und Torwart Maik Schmidt per Heber zum 3:1 überlistete.

 

Die endgültige Entscheidung in der SGD Arena: Sven Muth hat gerade zum 3:1 eingeschweißt

 

Damit war der Derbykäse gegessen und die Germanen strichen nicht nur den zweiten Saisonderbyerfolg, sondern nach vier sieglosen Heimspielen wieder einen „Dreier“ vor eigenem Publikum sowie die dritte Optimalpunktebeute hintereinander ein. Insgesamt dreißig Zähler schmücken jetzt das Konto (fortan Tabellenrang Sieben), während die Freie Turngemeinde auf die zehnte Rankingstelle abgedriftet ist. Dafür hielten sich die Rot-Weißen im „Vorspiel“ schadlos und gewannen den Zweitmannschaftsaufeinanderprall der Kreisliga C mit 4:1.

 

Der Rasensportverein beendet am kommenden Sonntag (01. Dezember) sein rundum überzeugendes Kreisliga A – Comebackhalbjahr mit dem alles andere als einfachen Job beim SV Weiterstadt (9.), ehe es in die wohlverdiente Winterpause geht. Anstoß ist bereits um 14Uhr. Zwei Stunden zuvor (Anstoß 12Uhr) stehen sich an gleicher Stätte die beiden „1-B“-Teams in der Kreisliga C gegenüber (ebenfalls letzte Verpflichtung in diesem Jahr).          

 

Aufstellungen:

RSV: Appel, Saric (46. Ylitalo, 82. Ramm Doman), Buth, Bianco (68. Abu Snaineh), Geppert, Ramm Doman (46. Prediger), Boudouhi, Abu Snaineh (34. Baldes) , Kollbacher, Muth, Azevedo  

FTG: Schmidt, Feick, J. Breiner, F. Breiner, Larkowitsch (82. Weicker), Wuttke, Saadan (75. Schulz), Von Ösen, Garcia Martin, Knauer, Kraft (88. Seitz)

 

Tore:

1:0 Azevedo 6. 1:1 Garcia Martin 18. 2:1 Azevedo 62. 3:1 Muth 81.

 

Schiedsrichter:

Ingo Wellmann aus Lorsch

 

Gelbe Karten:

Saric, Geppert, Kollbacher, Ylitalo / Saadan, Garcia Martin

 

TV-Highlights vom Kreisliga A – Derby

 

TV-Highlights vom Kreisliga C – Derby

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