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Beim dritten Kreisliga A – Stelldichein der noch jungen Saison musste die neue Mannschaft des RSV Germania 03 Lehrgeld bezahlen und quittierte gegen eine abgezockt auftretende Elf der TSG 46 Darmstadt die Premierenniederlage 21/22. Das Negativergebnis von 2:4 war vor allem den ersten dreißig Minuten geschuldet, in denen der Hausherr der Musik meist hinterher lief.

 

Den im Anfangsmatchdrittel kassierten 0:3-Rückstand konnte der Rasensportverein im restlichen Spielverlauf trotz vorbildlichem Engagement nicht mehr korrigieren. Nach dem frühen Resultatsdefizit untermauerte das blau-weiße Team ähnlich wie vor Wochenfrist in Traisa, dass man die Fähigkeit besitzt, das Blatt noch zu wenden. Bis auf 2:3 robbten sich die Schützlinge von Coach Bilal Dag heran, ehe der überragende 46er-Spielertrainer Tobias Schmidtner mit dem Kehraustreffer des während der zweiten Hälfte zumindest zeitweise auf der Kippe stehenden Duells ein Happyend der Aufholjagd zunichte machte.

 

Der in der einleitenden halben Stunde sichtbare Performance-Unterschied sorgte im finalen Resümee letztendlich für die Entscheidung. Die seit Jahren eingespielte TSG-Elf kaufte dem sich noch in der Findungsphase befindlichen Platzhirsch den Schneid ab. Schmidtners erste Einlochung dokumentierte die Überlegenheit der Woog-Kicker. Wenig später rettete Gökhan Aykir auf der Linie. Oder doch dahinter? Auf jeden Fall ließen die lautstarken Gästeproteste vermuten, dass der zweite RSV-Dämpfer fällig war. Weil aber der Kölner Keller Referee Liebrenz kein grünes Torlicht auf seinen Piepser signalisierte, blieb es zunächst beim knappen Score.

 

Allerdings konnte die heimischen Zuschauer nicht lange das Hoffnungsprinzip beanspruchen. Die TSG drückte unbeirrt das Gaspedal durch und schraubte ihren Vorsprung auf ein auch den Kräfteverhältnissen entsprechendes 3:0. Dank dem Verwerten der praktisch ersten eigenen Chance meldete sich die Germania noch vor der Pause zurück. Sinan Aykir düpierte seine Aufsichtsperson und nagelte die Pille genauso trocken wie unhaltbar ins Ziel.

 

Der bereits fünfte Rundentreffer des Offensivakteurs aktivierte selbstredend den Glauben, das Ding zu drehen. Analog hierzu änderten sich mit Beginn der zweiten Hälfte die optischen Wahrnehmungen, wer nun am Drücker ist. Leidenschaftlich fightete Blau-Weiß gegen den peu á peu seine Souveränität verlierenden Gast um die Möglichkeit, doch noch etwas Zählbares auf das Konto zu überweisen. Das 46er-Sicherheitsgefühl verließ spürbar Abrahams Schoß.

 

Lange wurden die sich nun immer mehr bietenden Freiräume aber nicht effektiv genug genutzt. Erst als sich die TSG eine Zeitstrafe einhandelte und Michael Azevedo per Pike das 2:3 erzielte, rückte zumindest das Erreichen eines Remis ins realistische Ressort. Die Germania schrieb nun ein neues Kapitel für die Sturm- und Drangepoche und verzichtete mit Ausnahme von einem (höchstens zwei) Mann fast komplett auf eine defensive Absicherung. Dieses „Hopp- oder Top-Harakiri“ rächte sich, als Schmidtners dritter Tagesstreich im Netz landete und den 46-er Auswärtserfolg perfektionierte.

 

Damit registriert der RSV nach drei absolvierten Partien eine völlig ausgeglichene Bilanz (ein Sieg, eine Punkteteilung und eine Niederlage) bei einem Torverhältnis von 8:8.    

 

Aufstellung: Akbulut, Alkan, Camara (25. Derin), So. Aykir (57. D. Neziraj), G. Aykir, S. Neziraj, K. Aykir,, Afsin, Toprak, Ibo, Si. Aykir (46. M. Azevedo)

Tore: 0:1 Schmidtner 8. 0:2 Bairi 20. 0:3 Schmidtner 29. 1:3 Sinan Aykir 38. 2:3 M. Azevedo 74. 2:4 Schmidtner 81.

Schiedsrichter: Thomas Liebrenz aus Höchst

Gelbe Karten: S. Neziraj, K. Aykir, Afsin, Derin / Liese, Quassini, Maow

Besonderes: Zehn-Minuten Strafe Quassini (TSG) 66.

 

Zur Fortsetzung einer englischen Woche empfängt der Rasensportverein am Donnerstagabend (01.09., Anstoß 19Uhr30) im Rahmen des Kreispokals Eiche Darmstadt. Ligamatch Nummer Vier steht dann nächsten Sonntag (04.09.) auf der Agenda und navigiert die Mannschaft von Bilal Dag zum alten Rivalen FSV Schneppenhausen, in dessen Reihen der aus germanischer Sicht prominenteste Protagonist eher an der Seitenlinie agiert. Insider wissen natürlich, welcher blau-weiße Rekordspieler gemeint ist. Der Kick-off im Weiterstädter Stadtteil ertönt um 15Uhr30. Bereits drei Stunden zuvor (also ab 12Uhr30) gastiert das fortan auf den ersten Sieg wartende Kreisliga C – Team bei TSG Messel II. Nachdem die „1-B“ unter der Woche beim Nachholderby durch ein 2:2-Unentschieden als Gast der FTG den saisonalen Debützähler erringen konnte, ging das Heimspiel gegen TuS Griesheim aufgrund eines spät eingefangenen Nackenschlags 2:3 verloren.