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Trotz einer ordentlichen Gegenwehr stand der RSV Germania 03 am Sonntag als Gast von Viktoria Griesheim II mit leeren Händen da. Der favorisierte Sportclub hatte zum Kehraus mit 4:2 die Nase vorne.

 

Aufgrund der hauptsächlich im ersten Abschnitt bilanzierten spielerischen Überlegenheit geht die Überweisung des kompletten Quantums auf das Konto der viktorianischen Hessenligareserve letztendlich in Ordnung. Ungeachtet dessen wäre ein positives Ergebnis für den Rasensportverein möglich gewesen. Nach einer 0:2-Halbzeitrücklage verpassten die Blau-Weißen zu Beginn der zweiten Hälfte eine Umwälzung der Kräfteverhältnisse, weil zunächst Santo Ylitalo per Strafstoß lediglich den Pfosten küsste und Nuancen später Griesheim durch einen blitzschnell vorexerzierten Konter das entscheidende 3:0 markierte.

 

Auf dem Kunstrasengeläuf am Hegelsberg wurde der germanische Aktionismus während der Anfangsphase fast wie erwartet zunächst einmal auf verteidigende Maßnahmen beschränkt. Zwei überflüssige Fouls bescherten dem mit Abstand effektivsten Kreisliga A – Goalgetter Alikotsis die Möglichkeit, per Freistoß seine persönliche Duftmarken abzusenden. RSV-Keeper Christian Lembke konnte zwar jeweils parieren, doch beim zweiten Versuch landete der abgewehrte Ball vor den Füßen des abstaubbereiten Mehmet Pala, der aus spitzem Winkel zur raschen Platzhirschführung einlochte.

 

Nach einer Viertelstunde hatten die Germanen den frühen Dämpfer aus den Klamotten geschüttelt und arbeiteten am Egalisierungsprogramm, dem ein knapp am Kasten vorbei rauschender Perchner-Schuss sowie das Verwertungsscheitern in optimaler Abschlussposition von Choynowski an SCV-Goalie Furtunato Da Silva kontraproduktiv gegenüber standen.

 

Zum ungünstigsten Termin kurz vor dem Seitenwechsel quittierten die Mannen von Übungsleiter Gösta Kiefer den nächsten Score-Nackenschlag. Der Sekunden zuvor eingewechselte Ioannidis profitierte von einem defensiven Aufbaufehler und lochte zum 2:0 ein. Das relativ deutliche Resultatsdefizit hinderte den Rasensportverein aber nicht daran, zur Ouvertüre des finalen Durchgangs frisch motiviert auf die Wiese zurückzukehren.  

 

Die mutige Performance wurde nach lediglich vier absolvierten Minuten in Form eines gerechtfertigt zugesprochen Elfmeters belohnt. Furtunato Da Silva senste im Sechzehner Marc Perchner um und ging nach der eigentlich logischen Konsequenz dem Schiedsrichter bei seiner Protestkundgebung viel zu ungestüm „an die Wäsche“. Allerdings machte der Referee von der durchaus möglichen Höchststrafe sprich roter Karte keinen Gebrauch und beließ es zum Glück für den Torsteher beim Zücken des gelben Kartons.

 

Apropos Glück: Bei der Ausführung der geahndeten Regelwidrigkeit verweigerte die römische Göttin Fortuna ihr Fingerspitzengefühl für das Happyend finnischer Elfmeterkunst und lenkte die Pille an den Pfosten. Statt dem 1:2 sah sich Blau-Weiß weitere zwei Minuten später mit einem praktisch uneinholbaren 0:3 konfrontiert. Eine abgefangene RSV-Ecke nutzte Griesheim zu einem überfallartigen Gegenstoß, der im dritten Nackenschlag mündete.

 

Als dann auch noch Perchner aus kurzer Distanz nur das Aluminium anvisierte, war prinzipiell klar, dass die Germania vor der Heimfahrt keinen Profitproviant im Gepäck verstauen würde. Zwar arbeitete Perchner dank seiner 1:3-Kosmetik noch einmal am Anstieg des Hoffnungsbarometers, doch die für den Zuversichtserhalt dringend benötigte zweite Bude steckte in irgendeiner Höhle des Hegelsbergs fest.              

 

Die Chance hierfür bot sich Sven Muth. Weil er aber mit Horst Hrubesch weder verwandt noch verschwägert ist, köpfte er Perchners Bananenflanke deutlich über die Hütte. Durch einen Elfer schraubte der SCV den Zwischenstand schließlich auf 4:1 hoch, ehe Perchner nach einem Überheblichkeitsanfall der Griesheimer Absicherung kurz vor ultimo seine siebzehnte Saisoneinschweißung konstatieren durfte.

  

Aufstellung: Lembke, Kappes, Alkan, Babaei (60. C. Azevedo), Schalamon, Choynowski, Muth, Aldibo (60. Morris), Ylitalo, M. Azevedo (43. Pontas), Perchner

Tore: 1:0 Pala 12. 2:0 Ioannidis 41. 3:0 Alikotsis 52. 3:1 Perchner 69. 4:1 Assar 87. FE 4:2 Perchner 90.

Gelbe Karten: Furtunato Da Silva, Assar (beide SCV)

Besonderes: Ylitalo schießt FE an den Pfosten 50.

 

Dass sich das Guthaben zur Relegationsstufe nicht verringern würde, war aufgrund des spielfreien Status von Croatia Griesheim schon im Vorfeld klar. Am nächsten Sonntag (10.04., Kick-off 15Uhr30) steht für das blau-weiße Kreisliga A – Team eine Premiere auf dem Terminplan. Obwohl schon in der zweiten Saison auf dem identischen Klassenlevel agierend, gastiert Türk Gücü Darmstadt erstmals zu einem Punktspiel am Grünen Steg, weil während der vergangenen Runde die Partie mit germanischem Heimrecht Corona zum Opfer fiel. Die beiden bisherigen Meetings fanden ins Erzhausen statt, wo der Emporkömmling als Co-Gastgeber fungiert, und endeten mit einem 3:2 pro RSV bzw. einer 0:3-Niederlage. Aus Hausherrensicht ist der bekanntestete Protagonist des Debütgastes sicherlich dessen Trainer. Zwischen 1992 und 2001 streifte sich Aydin Kurt 215mal das Punktspieltrikot des Rasensportvereins über und stellte einen wichtigen Eckpfeiler jener „goldenen“ Verbandsligaära dar.

 

Nach der dem unbespielbaren Ground geschuldeten Verlegung des Matchs bei der Spvgg Seeheim-Jugenheim II auf den 26. April tritt die germanische Kreisliga C – Mannschaft zur Absolvierung des ersten Teils eines kurz hintereinander steigenden Doppelpacks ebenfalls am kommenden Sonntag zu Hause gegen GW Darmstadt II an (Anstoß 12Uhr30). Part Zwei folgt bereits am Dienstagabend (12.04.) mit der Auswärtsaufgabe bei SKG Gräfenhausen II (Beginn 19Uhr30).