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Im „Kellerduell“ der Kreisliga A erledigte der RSV Germania 03 seine Anforderung kompromisslos und löste die Aufgabe gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten DJK/SSG Darmstadt in Form eines prinzipiell nie in Frage stehenden 5:0-Heimerfolgs. Der erste „Dreier“ im Kalenderjahr 2022 war analog die Siegpremiere für den seit Januar verantwortlichen Trainer Gösta Kiefer.

 

Während des Eröffnungsdurchganges versäumte der Hausherr, die Resultatsweichen für die dringend benötigten drei Zähler deutlicher zu stellen. Trotz einer absoluten Majorität von gutklassigen Chancen dauerte es bis zur 42. Minute, ehe Marc Perchner den heimischen Anhang mit der überfälligen Führungsbude erlöste. Das 2:0 zum zweiten psychologisch wichtigen Termin kurz nach dem Wiederbeginn sorgte dann frühzeitig für Entspannung im weiten Rund des Grünen Stegs. Der überfordert agierende, aber ungeachtet dessen tapfer im Rahmen seiner Möglichkeiten kämpfende Absteiger in spe vom Müllersteich kassierte noch drei weitere Nackenschläge und war beim Kehraus mit dem finalen Ausgang sogar noch gut bedient.

 

Coach Kiefer musste im dritten Heimmatch en block wiederum das Fehlen mehrerer Leistungsträger kompensieren. Immerhin meldete sich der vor Wochenfrist passende RSV-Goalgetter Nummer Eins einsatzbereit zurück. Das „Comeback“ von Marc Perchner wirkte sich vom Fleck weg positiv auf das germanische Offensivdurchsetzungsvermögen aus. Dass die mehrfach in der Luft wehende Führung lange partout nicht glücken wollte, lag vordergründig am wachsamen Gästekeeper, einem Potpourri von in letzter Sekunde abblockenden DJK-Beinen und auch an einer Portion Pech (u.a. bei einem Hammer Perchners ans Aluminium).

 

Drei Minuten vor dem Seitenwechsel hatte Perchner dann endgültig die Faxen dick und zimmerte nach einem Doppelpass mit Marc Zemelka die Pille ins lange Eck. Dem späten Tor der ersten Hälfte folgte während der Prologphase des zweiten Abschnitts die Einnahme eines raschen Beruhigungsdragees, als der frisch aktivierte Joker Ali Ariif sich durch die Gästeabwehr wuselte und Gordon Choynowski abstauben durfte.

 

Das 2:0 stornierte die ohnehin geringen Restzweifel, welche Farben eine gute Dreiviertelstunde später als Gewinner vom Ground schlendern würden. Blau-Weiß bestimmte ungeachtet des Umstands, dass der in seinen Mitteln sichtlich limitierte rote Laternenträger relativ wacker nach einer Score-Korrektur spähte, fortan die Szenerie. Zwar ertönte bei einem Schuss des agilen Christian Azevedo zunächst ein zweites Mal die vom Pfosten aktivierte Akustik, doch wenig später verwertete Perchner einen von Madi Barnett abgesendeten Zuckerpass überlegt zum 3:0.

 

In der Schlussphase bejubelte Perchner seine dritte Tagesvollstreckung respektive sein fünfzehntes Saisontor. Auf die Nummer Sechzehn verzichtete er schließlich in bester mannschaftsdienlicher Manier. Alleine auf den DJK-Kasten zueilend bediente der Stürmer seinen Teamkameraden Antonius Pontas so akkurat, dass der Winterneuzugang für die Reglementieriung des Endergebnisses praktisch nur noch den Fuß hinhalten musste und im dritten Jokereinsatz seinen ersten Eintrag in der germanischen Torschützenliste verbuchen durfte.  

 

Dank diesem einkalkulierten Sieg baute der Rasensportverein seinen Vorsprung zum Abstiegsrelegationsplatz auf sieben Punkte aus. Dieses auf den ersten Blick eigentlich üppige Guthaben sollte allerdings relativiert werden, weil die auf dieser Sprosse sitzende Croatia aus Griesheim noch zwei Nachholbegegnungen zu bestreiten hat.

        

Aufstellung: Lembke, Buth, Kappes, Alkan (54. Schalamon), Platonow (46. Ariif), Zemelka, Babaei (67. Pontas), C. Azevedo, Barnett, Choynowski, Perchner 

Tore: 1:0 Perchner 42. 2:0 Choynowski 49. 3:0, 4:0 Perchner 66., 86., 5:0 Pontas 88.

Schiedsrichter: Tuncay Kaymak

 

Im „Vorspiel“ ebnete die kickende RSV-Zweitabteilung dank einem souveränen 4:0 im Derby über den TSV Eschollbrücken den Weg zum perfekten germanischen Sonntagnachmittag und festigte bei der Sichtung des Kreisliga C-Rankings ihre sehr ordentliche siebte Position. 

 

Am nächsten Sonntag (20.03.) freuen sich alle lokalen  Fußballfreunde auf zwei spannende Derbys im Pfungstädter Süden auf dem Sportplatz an der Dr. Horst-Schmidt – Straße, wenn der Rasensportverein mit beiden Aktiventeams seine Visitenkarten bei den Freien Turnern verteilt. Zunächst buhlen die zweiten Mannschaften ab 12Uhr30 um Proviant für das Kreisliga C – Konto. Um 15Uhr30 prallen dann die Kreisliga A – Vertretungen aufeinander.

 

Die Statistik der jüngeren Vergangenheit spricht für den anreisenden Protagonisten. Seit ihrer A-Klassen-Wiedereingliederung anno 2019 konnten die im städtischen Osten beheimateten Blau-Weißen alle vier Punktduelle gegen den roten Nachbarn für sich entscheiden, wobei das Hinspiel sicherlich als glücklichster Sieg einzuordnen ist. Die FTG führte am Grünen Steg zur Pause 1:0, hätte allerdings weitaus deutlicher in Vorlage treten können.

 

Im Laufe der zweiten Hälfte drehte der eingewechselte Zweitmannschaftsstürmer Mortaza Hakeemi per Doppelpack das Derbygefecht zum germanischen 2:1-Triumph. Jetzt werden die kickenden Karten allerdings neu gemischt. Man kann davon auszugehen, dass die FTG Revanchegelüste hegt, um beim Kehraus des Lokal-Evergreens endlich wieder jubeln zu dürfen, während der RSV bemüht sein wird, dem internen Drehbuch ein weiteres Erfolgskapitel hinzuzufügen.