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Die nur noch aus Kopfschütteln bestehende Reaktion der treuen Germania-Fans drückte das sportliche Momentum des Rasensportvereins explizit aus. Dem 0:3 unter der Woche gegen SG Modau folgte am Sonntagmittag ein 1:5 gegen TSG Wixhausen. Nach einer wiederum enttäuschenden Performance trug der Schiedsrichter im vierten Saisonmatch die vierte Ergebnispleite auf dem Spielberichtsbogen ein.

 

Null Punkte und 1:13 Tore lautet die niederschmetternde Bilanz aus den jüngsten drei aufeinanderfolgenden Heimpartien. Logisch, dass die Germania deshalb fortan die rote Laterne als lästiges Accessoire hegen und pflegen muss. Aktuell präsentiert sich das Kreisliga A – Team in allen Teilen fehlerhaft und ohne Selbstvertrauen. Warum die Mannschaft derzeit so eklatant neben sich steht und einen Resultatspeitschenhieb nach dem anderen bezieht, ist rationell kaum erklärbar. Schließlich mischte der fast identische Kader in den beiden vergangenen beiden Runden bis zum jeweiligen Corona-Abbruch stets in der tabellarischen Spitzengruppe mit. Doch das ist Schnee von gestern bzw. vorgestern. Wenn nicht schleunigst an einem effizienten Wendemanöver gearbeitet wird, droht heuer eine langfristige Präsenz im tiefsten Ligakeller.

 

Gegen Wixhausen musste Trainer Kornmann auf Sven Muth, Fouad Boudouhi und Marius Kollbacher verzichten. Aber selbst der Ausfall dieser drei wichtigen Leistungsträger entschuldigt nicht, dass der RSV nach einer ordentlichen Anfangsviertelstunde komplett den Faden verlor und erneute Fußballprügel bezog. Tja, hätte Marc Perchner in der zehnten Minute die neben der späten Ehrenbude einzige glasklare Tormöglichkeit genutzt, wäre das Duell vielleicht in einem freundlicheren Outfit verlaufen.

 

Doch Konjunktive genügen bekanntlich nicht für eine produktive Ernte. Nach zwei hanebüchenen Abwehrpatzern binnen Sekunden steuerte TSG-Akteur Zaremba alleine auf RSV-Keeper Christian Lembke zu, der seinen Widersacher nur noch regelwidrig stoppen konnte. Dem Referee blieb nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu deuten und der unrühmliche Negativrekord von sechs kassierten Elfmetern während der letzten drei Heimspiele war perfekt. Sascha Gröger ließ sich die „geschenkte“ Chance nicht entgehen und verwandelte zum 0:1-Pausenscore.

 

Zur Halbzeit lebte ergo noch die Hoffnung, das Blatt irgendwie zu drehen. Doch die Wunschillusion platzte rasend schnell wie eine Seifenblase. Zwanzig Minuten nach dem Wiederbeginn hatte Wixhausen den knappen Vorsprung in ein aus Gastgebersicht komplett ernüchterndes 0:5 verwandelt. Ein ums andere Mal ließen sich die blau-weißen Defensivspieler düpieren und standen praktisch nur Spalier bei den Wixhäuser Torabschlüssen.

 

Damit war der Käse noch vor der zweiten Trinkunterbrechnung gegessen. Auch die kleine respektive in der Schlussphase von Michael Azevedo betriebene Ergebniskosmetik (überlegter Schuss ins linke Eck) rüttelte natürlich nicht mehr am verdienten TSG-Dreier. Immerhin glückte damit das erste Saisonheimtor sowie der erste Treffer seit dem 1:2 am Debütspieltag in Erzhausen (ebenfalls Azevedo).              

 

Aufstellungen:

Lembke, Saric (59. C. Azevedo), Geppert, Buth, Zemelka, Prediger (30. Schalamon), Dommert, Ylitalo, Choynowski, Perchner (70. Neziraj), M. Azevedo

Hamm, De Paola, Gröger, Zaremba, Best, Gümperlein, Akarawatou, F. Frey (74. Li), M. Frey, Ertl, Do Vale (60. Preusch) 

Tore: 0:1 Gröger 20. 0:2 Do Vale 51. 0:3 Frey 55. 0:4 Do Vale 59. 0:5 Gröger 68. 1:5 M. Azevedo 83.

Schiedsrichter: Michael Ofenloch / Bürstadt

Gelbe Karten: Lembke, Dommert / Gröger, Akarawatou

 

Das kräftezehrende Septemberstressprogramm wird mit der zweiten von drei ununterbrochenen englischen Wochen fortgesetzt. Am Donnerstagabend (09.09.) läuten die Germanen im Rahmen des Darmstädter Kreispokals als krasser Außenseiter den aufgrund seiner vielen Südamerikapersonalimporte klar favorisierten und vom 98er-Hero Elton Da Costa (unvergessen seine Last Minute-Regie des Filmklassikers „Wunder von Bielefeld“) gecoachten Kreisoberligisten FC Arheilgen am Grünen Steg (Anstoß 19Uhr30) die Pungschter Kerb ein, ehe der Ligaalltag am kommenden Sonntag (12.09.) mitten im Kirchweihgetümmel zu einem doppelten Auswärtstanz bittet. Glücklicherweise halten sich die Reisestrapazen in Grenzen, um beizeiten wieder in den heimatlichen Gefilden zu flanieren.

 

Das 1-B-Team gastiert ab 15Uhr in der Heimstättensiedlung bei Kamerun Darmstadt mit Rückenwind dank des gegen SKG Roßdorf II heraus geballerten ersten Saisonsiegs (4:0) und die erste RSV-Mannschaft tritt um 15Uhr30 beim SV St. Stephan an. Diese Konfrontation fiel in den letzten anderthalb Jahren dreimal hintereinander wegen akutem Corona-Alarm aus. Der letzte Punktspielsieg gegen den Stadtteilklub aus der Zwiebelstadt liegt geschlagene dreißig Jahre zurück. Im Verlauf der Saison 91/92 triumphierten die Germanen dank den Treffern von Zlatan Grujic, Holger Riep und Thomas Krömmelbein mit 3:0 über den geographischen Nachbarn.